Was ist "UMAMI"?

Doc Umami meint: Die Geschmackswahrnehmung „umami“ ist bei uns in Europa noch viel zu wenig bekannt, dabei wurde sie vom japanischen Chemiker Ikeda schon vor über 100 Jahren so benannt. Er fand diese fünfte Geschmacksqualität (neben süß, sauer, salzig und bitter) besonders intensiv in einer Algensuppe. Aber auch Misosuppe, Tomaten, Parmesan, Garnelen und viele andere Speisen, meist eiweißreiche, haben diesen „üppigen“ Geschmack. Es ist der Geschmack eines Eiweißbestandteils, nämlich der Aminosäure Glutamin und deren Verbindungen. Auf Deutsch drückt man diese Geschmackswahrnehmung am besten mit „vollmundig“ oder „fleischig“ aus, und es wurden auch bereits die für diese Wahrnehmung verantwortlichen Geschmacksrezeptoren auf der menschlichen Zunge gefunden, die es zusätzlich zu den Rezeptoren für süß, sauer, salzig und bitter gibt. Herr Ikeda war nicht nur ein Chemiker, er hatte auch einen Sinn für das Geschäftliche.
Seine Überlegung war wohl folgende: Als Menschen herausgefunden hatten, dass die Geschmackswahrnehmung „süß“ angenehm ist, haben findige Geschäftsleute diesen „Süß“ – Stoff in konzentrierter Form verkauft um die Mitmenschen dazu zu bringen, ihn zu möglichst vielen Speisen beizugeben und immer mehr davon zu verlangen…….das war die Erfolgsstory des Zuckers.
Herr Ikeda wollte es noch besser machen: Er erzeugte selbst den „Umami“- Stoff in reiner Form, ließ sich das Verfahren patentieren und baute auch gleich eine Fabrik zur Produktion des Stoffes….… und der „Geschmacksverstärker“ Glutamat war geboren und trat seinen weltweiten Siegeszug an, denn Glutamat wurde zu immer mehr Speisen hinzugefügt und die Leute verlangen immer mehr davon.
Haben Sie Fragen zu asiatischen Lebensmitteln oder asiatischen Speisen? Schreiben Sie mir Ihre Fragen oder Anregungen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen