Was macht eine gute Kokosmilch aus?

Kokosmilch (auch Kokosnussmilch genannt) wird in Europa immer öfter konsumiert. Sie gilt als Ersatz für tierische Milch und ist daher besonders bei Freunden der veganen und vegetarischen Ernährung populär. Sie wird in der asiatischen Küche weithin verwendet, besonders beliebt bei Hobby - Köchen und auch bei Profis  sind selbst gemachte  Curry Gerichte mit Kokosmilch und auch Satay Saucen. International bekannt sind auch Cocktails und Desserts mit Kokosmilch.
Herstellung: Reife Kokosnüsse werden geöffnet und die unter der harten Schale liegende weiße, fettreiche  Schicht (Kopra) wird noch frisch herausgelöst und mechanisch zerkleinert, mit etwas Wasserzusatz. Dann werden die Stücke geraspelt und ausgepresst, eine fettreiche, rahmige Flüssigkeit fließt ab. Diese wird – mit leichter Verdünnung mit Wasser  - als Kokoscreme vermarktet (Fettgehalt über 20%). Mit einem etwas höheren Wasserzusatz erhält man Kokosmilch, die häufigst angebotene Variante aus dieser Produktgruppe, meist in Dosen oder im Tetrapak (UHT). Fettgehalt ca. 17%. Durch noch mehr Wasserzugabe ergibt sich sogenannte Kokosmilch leicht mit ca. 10% Fettgehalt.
Gesundheitsvorteile: Kokosmilch ist eine vegane Alternative zu tierischer Milch, auch für konventionelle Ernährungsweisen bietet sie den Vorteil, dass sie kein Cholesterin enthält. Die Fette der Kokosnuss enthalten zwar zu einem großen Teil gesättigte Fettsäuren (die oft als ungesund angesehen werden) aber diese bestehen, anders als die gesättigten Fettsäuren der tierischen Fette, aus kürzeren molekularen Ketten, die nicht zu den gefürchteten Gefäßproblemen führen, wie es von tierischen Fetten bekannt ist. Das lebende Beispiel für die günstigen Eigenschaften der Kokosfette sind jene asiatischen Bevölkerungsgruppen, die fast ihren gesamten Fettbedarf aus Kokosprodukten decken – und  praktisch niemals von Herz- und Gefäßerkrankungen betroffen sind, die man in Europa und Amerika auf die zu viel konsumierten tierischen Fette zurückführen kann.
Qualitätsmerkmale: Beim Kauf von Kokosmilch sollte man sich die Zutatenliste genau ansehen. Eine erstklassige Kokosmilch sollte nur aus Kokos(nuss)extrakt und Wasser bestehen. Die Angabe „besteht aus 60 oder 70 oder 99% Kokosnussexktrakt“ ist für die Qualität bedeutungslos. Sie ergibt sich daraus, ob der verwendete Extrakt wasserreich war (dann kann es sein, dass man kein weiteres Wasser mehr zufügen konnte und man kann „99% Kokosnussextrakt“ dazu sagen. Wenn man als Ausgangsmaterial sehr hochwertigen Extrakt hat, der dann verdünnt wird, ergibt das bei den besten Qualitäten einen Extraktgehalt von 60-70% Kokosnussextrakt. Die verschiedenen in Kokosmilch vorkommenden Fette haben unterschiedliche Schmelzpunkte, meist um die Zimmertemperatur. Im Kühlschrank kann daher das Fett vorübergehend hart werden. Weil so viele unwissende Konsumenten dies für einen Qualitätsmangel halten (was natürlich nicht stimmt, denn bei leichter Erwärmung löst sich das Fett wieder auf), setzen praktisch alle Hersteller ein wenig Emulgator zu, meist E435.
Wie erkenne ich mindere Qualität? Gute Kokosmilch ist aromatisch und ein wenig cremig, durch die zahlreichen enthaltenen organischen Stoffe. Werden billige und  minderwertige Ausgangsstoffe verwendet, schmeckt die Kokosmilch zu dünn und fad. Dann werden Verdickungsmittel zugesetzt, um die Sämigkeit des Originals nachzuahmen. Besonders häufig verwendet werden Xanthan Gummi und Guarkern – Mehl.
Wenn in der Zutatenliste ein Verdickungsmittel angegeben ist – oder unangenehmerweise gar mehrere – dann das Produkt lieber nicht kaufen. Anscheinend muss ein Qualitätsmangel überdeckt werden. Sollte ein Konservierungsmittel aufscheinen - womöglich auch mit Verdickungsmitteln kombiniert – dann kann dies auf nicht vertrauenswürdige Produktions- und Abfüllstandards hinweisen, denn bei sauberer Produktion und Abfüllung braucht man keine Konservierungsmittel.
Eine weltweit populäre ausgezeichnete Kokosmilch ist die Marke AROY-D, die natürlich keine Verdickungsmittel oder Konservierungsmittel enthält.
Nicht verwechseln sollte man Kokosmilch mit Kokoswasser: dieses ist die süße, wässrige Flüssigkeit im Inneren von noch jungen Kokosnüssen. Dem Kokoswasser widmen wir uns in einem eigenen Artikel.

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